Beratung und Therapie für Frauen

Vergewaltigung, sexueller Missbrauch oder andere Formen sexualisierter Gewalt stellen einen tiefgreifenden Einschnitt im Leben dar. Viele Frauen erlebten diese Erfahrungen als Kontrollverlust über ihren Körper und ihren Willen. Ihre persönlichen Grenzen, ihre Bedürfnisse und Willensäußerungen wurden immer wieder übergangen. Wenn der Täter bekannt oder vertraut ist, bedeutete die Vergewaltigung darüber hinaus einen massiven Vertrauensmissbrauch. Die Betroffenen fühlten sich ohnmächtig, hilflos und der Willkür einer anderen Person ausgesetzt.
Vielfältige Ängste begleiten ihren Alltag, wie die Angst vor Wiederholung der Übergriffe, die Angst vor körperlichen Schmerzen, die Angst vor Entdeckung und davor, dass die Drohungen des Täters wahr werden. Daraus resultieren oft Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit sowie von Demütigung und Erniedrigung. Es entstehen Verwirrung und Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, wodurch sich die Betroffenen zurückziehen und in Isolation geraten. Es fehlt damit die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung durch den Austausch mit anderen Personen überprüfen zu können. Schuld- und Schamgefühle erschweren dies zusätzlich.

In der Beratung und Therapie wird ein geschützter Rahmen zur Verfügung gestellt, in dem die Betroffenen alle auftretenden Fragen, Ängste, und Gedanken besprechen können:

Frauen erhalten kompetente Unterstützung in der Krise sowie bei Bedarf auch mittel- und längerfristige therapeutische Begleitung zur Bearbeitung der Erfahrungen. Unsere Beratung bezieht dabei die Stärken und Fähigkeiten der betroffenen Frauen mit ein und orientiert sich an ihrer Lebenssituation.
Darüber hinaus sind wir bei der Suche nach geeigneten stationären oder ambulanten Therapie-Einrichtungen und nach niedergelassenen Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten behilflich.

 

Ein Beratungszimmer Ein Beratungszimmer